• Haben Sie Fragen?
  • +49 341 46850317
  • +49 177 3392074
  • info@slv-sachsen.de
Reflexion im SportunterrichtReflexion im SportunterrichtReflexion im SportunterrichtReflexion im Sportunterricht
  • Home
  • Über Uns
    • Ziele und Aufgaben
    • Unser Vorstand
    • Aktive Senioren & Ehrenmitglieder
    • Regelwerke
  • Berichte
    • Aktuelles
    • Archiv
  • Mitgliedschaft
    • Deine Mitgliedschaft
    • Unsere Partner
    • Online-Antrag
    • Mitgliederbereich
    • Nike-Kollektion
  • Fortbildungen
    • Unser Konzept
    • Einzelfortbildungen
    • Sportlehrertag
    • Regionale Sportlehrerkonferenzen
  • Presseportal
    • Print
    • Galerie
    • Audio | Video
  • Plattform
    • Digitale Sporthalle
      • Nutzungshinweise
    • Lehrpläne & Handreichungen
    • Recht & Sicherheit
  • Kontakt
    • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
  • Anmelden
✕

Reflexion im Sportunterricht

Veröffentlicht von Dr. Ralf Schlöffel am 6. Mai 2019

| „Kommt nochmal kurz zusammen!“ Stellungnahme des Sportlehrerverbandes Sachsen zum Beitrag von Marcus Wegener, Torsten Herder & Marc Lucas Weber in sportunterricht, 67 (2018) sowie den Anmerkungen von Albrecht Hummel und Arno Zeuner in sportunterricht, 68 (2019).

In den Ausgaben 67 (2018) und 68 (2019) der Zeitschrift Sportunterricht wurde die Bedeutung von  Reflexionsphasen im Sportunterricht kontrovers diskutiert. Wegener, Herder und Weber schrieben der Reflexion die höchste Bedeutung zu, um Sport im Sportunterricht zu thematisieren und so auf das außerschulische Sporttreiben vorzubereiten (Wegener et al. 2018). Hummel (2019) und Zeuner (2019) hingegen sehen in ihren unabhängig voneinander verfassten Kommentaren Sportunterricht als ein Fach, in dem Bewegung dominieren und Reflexion deren Förderung unterstützen soll. Reflexion soll jedoch zeitlich auf keinen Fall die Vorherrschaft erhalten.

Der Sportlehrerverband Sachsen ist immer dankbar für kontroverse Positionierungen sowie die daraus entstandene Diskussion und möchte im Folgenden dazu Stellung beziehen.

Sport ist und bleibt Bewegungsfach

In Sachsen wurde kürzlich eine Lehrplananpassung vorgenommen, die ab August 2019 in den meisten Klassenstufen nur noch zwei Unterrichtsstunden Sport pro Woche vorsieht. Kinder, die in ihrer Freizeit keinen Sport treiben und sportliche Aktivitäten nur auf der Playstation simulieren sowie im Fernsehen (vorwiegend leistungssportorientierter Fußball) beobachten, werden somit grundlegender  Bewegungserfahrungen beraubt. Eine angestrebte Erhöhung der schulischen Bewegungsangebote im Ganztagsbereich findet faktisch nicht statt. Auf der einen Seite sind diese Angebote nicht obligatorisch zu belegen und auf der anderen Seite kann der Landessportbund Sachsen solche Ganztagsangebote gar nicht flächendeckend bereitstellen. Umso wichtiger ist das Anbieten sowie Erlebbarmachen von Sportarten und Bewegungsspielen im Sportunterricht. Das Berauben dieser schon viel zu geringen Bewegungszeit zugunsten ausschweifender Reflexionsphasen hätte weitreichende Folgen für die Entwicklung sowohl im motorischen als auch im sozialen Bereich der Kinder und Heranwachsenden. Wir sind uns einig, dass bei einer zweimaligen Reizsetzung pro Woche nicht die sportmotorischen Entwicklungsprozesse eintreten, die durch fünfmal die Woche stattfindenden Sportunterricht möglich wären. Bewegungserfahrungen können im Sportunterricht jedoch gesammelt werden und somit zu einem Sporttreiben außerhalb der Schule führen.

Reflexion mit allen Sinnen während und nach der Bewegungsaufgabe

Dass Reflexionsphasen nicht zeitlich ausufernd und ausschließlich im Unterricht stattfinden müssen, belegt Donald Schön. In seinem Standardwerk (The Reflective Practitioner, 1983) unterscheidet er in reflection in action und reflection on action. Abgeleitet von diesem Prinzip reflektieren Lernende bereits während der Aufgabe ihr Handeln und passen, z. B. im Sportunterricht, Bewegungen sowie taktische Verhaltensweisen an wahrgenommene Situationen an (reflection in action). Durch gezielte Aufgaben im Vorhinein und kurze Reflexionsphasen nach der Bewegungsaufgabe kann eine Optimierung der Bewegungszeit mithilfe des Reflexionsgesprächs erreicht werden. Dieses kann während des Unterrichts bzw. auch (als Hausaufgabe durch Gespräche im Freundeskreis und in der Familie) nach dem Unterricht durchgeführt werden (reflection on action).

Reflexion als Maßnahme zur Förderung von Empathie und Wertschätzung durchsetzen

Reflexion trägt neben der Förderung von Wissen und Können auch dazu bei, Verhaltensweisen anderer zu verstehen und eigene Einstellungen zu überdenken. In diesem Sinne muss sich Sportunterricht auch der heterogenen Zusammensetzung der Schülerschaft stellen. Dabei treffen häufig zwei Extreme aufeinander: Einerseits Schüler, die regelmäßig im Sportverein trainieren und auf der anderen Seite Schüler, deren einzige Kontaktmöglichkeit zur sportlichen Aktivität der Sportunterricht ist. Dabei ist es dann für die Zielstellung zu einem lebenslangen gemeinsamen Sporttreiben nicht förderlich, wenn die erste Gruppe z. B. im Fußballspiel nur Gleichgesinnten den Ball zupasst und die nicht am Sport Interessierten meidet, eventuell sogar ängstigt. Der Sportunterricht steht hier in der Verantwortung beide Gruppen zusammenzuführen und basierend auf einem reflexiven, problemorientierten und koedukativen Unterricht Bewegungserfahrungen zu ermöglichen. Dies nachhaltig zu gestalten, ist nur über eine entsprechende Reflexion möglich. Besonders sportinteressierte Kinder entziehen sich aber solchen Reflexionsphasen gern unter dem Eindruck, dass dies verschwendete Zeit sei, die zulasten der Bewegungszeit geht. Wenn sie im anschließenden Spiel weiterhin wenig Empathie für unsportlichere und teils ängstliche Mitschüler zeigen, ist es jedoch genau für diese Kinder wichtig, die Reflexion bewusst durchzuführen, um dem Ziel des gemeinsamen lebenslangen Sporttreibens näher zu kommen.

Zusammenfassung

Es ist festzustellen, dass ein reflexiver Sportunterricht nicht von der Reflexion dominiert werden sollte. Ausgehend vom Bewegungsfach Sport kann Reflexion während und nach der Bewegungsaufgabe (als bewusstseinsfördernde Maßnahme) jedoch dazu beitragen, dass Bewegungszeit im Unterricht optimiert wird und zu einem lebenslangen gemeinsamen Sporttreiben beiträgt.

Beitrag als PDF drucken
Teilen
Dr. Ralf Schlöffel
Dr. Ralf Schlöffel

Ähnliche Beiträge

6. September 2026

Bewegung im Ganztag stärken


Mehr erfahren
7. August 2026

Einladung zur Mitgliederversammlung ’26


Mehr erfahren

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.

Beweg Dich und werde Mitglied!

Online-Antrag

Neueste Foren-Themen

  • Fahrgemeinschaft Südtirol
  • Fahrgemeinschaft Raum Leipzig
  • Fahrgemeinschaft Raum Chemnitz
  • Fahrgemeinschaft Raum Bautzen
  • Fahrgemeinschaft Raum Zwickau

Neue Beiträge

  • 0
    Bewegung im Ganztag stärken
    6. September 2026
  • 0
    Programm des 23. SLT
    26. August 2026
  • 0
    Einladung zur Mitgliederversammlung ’26
    7. August 2026

Weitere Beiträge

Zum Archiv

Folge uns auf Social Media

Den sächsischen Schulsport aktiv mitgestalten?! Dann jetzt Mitglied werden.

Quicklinks

  • Über Uns
  • Vorstand des Landesverbandes
  • Fortbildungen
  • Sportlehrertag

Kontakt & Impressum

  • Kontakt
  • Impressum

Über Uns

Als Fachlehrerverband sind wir der kompetente Vertreter, Mitgestalter und Ansprechpartner in allen Fragen des gesamten Schulsports gegenüber der Gesellschaft und Politik.

Aktuelles

  • 0
    Bewegung im Ganztag stärken
    6. September 2026
  • 0
    Programm des 23. SLT
    26. August 2026

Digitale Sporthalle

  • SLT - Kleine Spiele SLT - Kleine Spiele
  • SLT - Sportfest 2.0 SLT - Sportfest 2.0
Sportlehrerverband Sachsen e.V. (2026)
✕

Anmelden

Passwort vergessen?